¡ VIVAn LAs REVOLUCIÓNes !
Lang leben die Projektwerkstätten!
Wir befinden uns im Jahre 26 der PWs. Ganz Europa ist von der zentralistischen Lobbyorganisation „EU“ besetzt, die alle Hochschulen dazu gezwungen hat normierte Studierende just in time zu produzieren... Ganz Europa? Nein! Eine von unbeugsamen Langzeitstudies betriebene Lehr- & Lernform an der TU-Berlin hört nicht auf den EU-Bürokraten Widerstand zu leisten. Und die inzwischen über 100 erfolgreichen Projektwerkstätten machen es der Sinnhaftigkeit des Bachelor- und Mastersystems wirklich schwer...
Viele Studierende starten Ihre TU-Ausbildung voller Tatendrang, mit frischen Ideen und dem Interesse, mit Hilfe des neu gewonnen Wissen, diese dann auch möglichst schnell in die Tat umzusetzen. An der Technischen Universität Berlin ist dies bereits seit 1985 im Rahmen der "Projektwerkstätten für sozial und ökologisch nützliches Denken und Handeln" möglich. Eine Projektwerkstatt (PW), auch Innovationstutorium genannt, wird mit selbst gewähltem Thema komplett von Studierenden organisiert, läuft über 4 Semester und die TU finanziert 2 Tutorenstellen zu deren Betreuung. Im Kontrast zum vollgepackten und verschulten Regelstudium bieten die PWs u.a. selbstbestimmtes Lernen, Praxiserfahrungen und Spaß.
Große Gesellschaftsrelevanz
Unter dem Begriff „Lernen durch Engagement“ wird seit kurzem auch an anderen Unis versucht „wissenschaftliche Inhalte eines Seminars mit gemeinnützigem Engagement der Studierenden zu verknüpfen“[1].
Die TU-PWs und deren Ergebnisse können in diesem Zusammenhang aber als einzigartig betrachtet werden und nehmen eine Vorreiterrolle ein. Die zumeist praktisch orientierten PWs haben in vielen Fällen eine Fortsetzung in etablierten Lehrveranstaltungen gefunden oder wurden in anderer Form weiterentwickelt.
Weil es Sinn macht: TU-Projektwerkstätten
Auch ist der weitere Werdegang der PW-InitiatorInnen und TeilnehmerInnen hierdurch meist außerordentlich positiv beeinflusst worden, nicht nur weil sich dies bei Jobbewerbungen besonders gut macht, sondern auch weil sie sich bereits mit gesellschafts- und technikrelevanten Fragestellungen beschäftigt hatten, lange bevor diese von einer breiten Masse realisiert wurden.
Also alles Roger bei den Projektwerkstätten?
Nur wenige TU-Studierende erfahren von den Möglichkeiten an einer PW teilnehmen zu können, oder wie eine eigene an den Start zu bringen ist. Auch bieten die aktuellen Studienordnungen der meisten Studiengänge zu wenig Spielraum für Fächer freier Wahl. Zur Zeit können lediglich 10 PWs parallel durchgeführt werden, was bei rund 30.000 TU-Studierenden deutlich zu wenig ist. Eine angemessene unterstützende Infrastruktur für die PWs ist praktisch nicht vorhanden - die Studierenden müssen bei einfachsten organisatorischen Fragestellungen das Rad immer wieder neu erfinden und sich hierbei durch den TU-Bürokratiedschungel kämpfen.
Der rote Teppich für studentisches Engagement
Das Unverständnis und die Trägheit bei vielen TU-Mitgliedern, was die Unterstützung von studentischem Engagement angeht ist wirklich schwer nachvollziehbar, viele Studierende werfen angesichts dieser Blockaden schnell das Handtuch. Es bedarf mehr unbürokratischer Strukturen und praktischer Hilfestellungen um Projektwerkstätten und andere studentische Initiativen zu unterstützen. Ein erster wichtiger Schritt wäre die Einrichtung eines allgemeinen PW-TutorInnen Büros, mit so grundlegender Ausstattung wie z.B. einem eigenen Telefonanschluss. Weitere Ideen und Vorschläge für eine notwendige Infrastruktur werden derzeit in einem „PW-Aktionsplan“ gesammelt, an dessen Weiterentwicklung sich alle Interessierten gerne beteiligen können. Seit dem WS 2010/11 werden auch wieder regelmäßig PW-TutorInnen Jour Fixe zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch angeboten.
Wir bitten um rege Beteiligung.
Alle Infos zu aktuellen & vergangenen PWs, den kleinen TU-Revolutionen:
http://www.Projektwerkstaetten.TU-Berlin.de
Quelle:[1] http://www.service-learning.de
Downloads
PDF Version: 2011_Entschleunigung_d_Studiums_Uni-Goettingen.de_TU-Berlin.de_Projektwerkstaetten.pdf
Aktionsplan: Aktionsplan-PWs_ENTWURF_v6gU-c.pdf